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Noten im Arbeitszeugnis - wie ausdrücken?


    Nicht nur die Gesamtnote ist entscheidend im Arbeitszeugnis
    NOTEN IM ARBEITSZEUGNIS

    bei der Darstellung der Noten  lehnt man sich eng an die üblichen Formulierungen an  wie:

    Note 1: "stets zu  unserer vollsten Zufriedenheit"

    Gefolgt von der Note 2 kommt diese Beurteilung gerade in Arbeitszeugnissen für Fachkräfte und Leitende Manager am häufigsten vor. Hier wird ein Superlativ  (vollsten) mit einem Temporaladverb (stets)  gekoppelt. Da dieser Ausdruck ziemlich  altbacken ist, verwendet man gern auch alternativ besondere Superlative, die nur eine Note 1 ausdrücken können wie: exzellent, ausgezeichnet oder auch  hervorragend

    oder: “stets sehr gut"  (Superlativ mit Temporaladverb)

    Note 2: "stets zu  unserer vollen Zufriedenheit"

    Hier wird ein Temporaladverb  vor das Adverb gesetzt. Alternativ kann man auch  sagen: stets einwandfei, jederzeit  gut, allzeit erfolgreich usw. (also immer ein Temporaladverb in Kombination mit einem Adverb)

    die Note 2 beschreibt im Grunde  auch: "sehr gut", wobei der Leser hier meist eine 1-2 interpretiert, was man gezielt nutzen kann, um um eine 2+ oder 1-  darzustellen.

    eine Spitzenübersicht erhalten Sie auch unter: Arbeitszeugnis und Bewerbung

     


    Eine durchschnittliche Note liegt heute zwischen 2 und 3Die üblichsten Noten: 2 und 3

    Im Sinne des psychologischen Beurteilungsfehlers “Tendenz zur Mitte” möchten viele Vorgesetzte weder zu positive noch zu negative Noten vergeben - unabhängig von der realen Leistung des Mitarbeiters. Auch deshalb bewegen sich viele Zeugnisse auf einem 2-er Niveau. Diese Zeugnisse weichen kaum vom Standard ab und vermitteln auch deshalb große Zuverlässigkeit in der Aussage. Sie werden in der Regel als sehr glaubwürdig und valide angesehen.

    Note 3: "stets zur  Zufriedenheit" oder "zur vollen Zufriedenheit"
    Um die Note 3 auszudrücken,  wird meist das Temporaladverb weggelassen und man beschränkt sich auf das Adverb oder Verb. Man kann also auch sagen: "Herr  Muster arbeitete verantwortungsvoll, gut durchdacht und  mit blick auf zukünftige Entwicklungen."  

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    Note 4: "stets  anforderungsgerecht"Eine 4 oder 5 im Arbeitszeugnis kann einen deutlichen Karriereknick hervorrufen

    Eigentlich sehr selten werden Noten vergeben, die schlechter als 3 sind. Eine 4-er Beurteilung spiegelt schon eine ziemlich unterdurchschnittliche Leistung wider und kann eine berufliche Laufbahn durchaus gefährden. Die sprachliche Formulierung liegt hier im  Wort "anforderungsgerecht", kombiniert mit einem Temporaladverb wie “stets”. Man kann alternativ auch einfach  "zufriedenstellend" schreiben - dann aber ohne Temporaladverb.

    So könnte eine 4 heißen: "Sein Engagement war stets an die Erfordernisse seiner Aufgaben  angepasst." oder: “Sein Engagement war zufriedenstellend.”

    Außerdem kann man in der Sprachform ins Passive wechseln wie:
    “... wir übertrugen ihm ...”


    Note 5 - schlechter geht es nicht:

    In diesem Fall hier werden werden die Leistungen weiter eingeschränkt auf "im Großen und Ganzen", "im Allgemeinen"  oder "anforderungsgerecht" (ohne Temporaladverb. Zum Beispiel könnte es heißen: “Wir waren mit seinen Leistungen im Allgemeinen zufrieden.

    Eine Übersicht finden Sie auch  unter:

    Arbeitszeugnisse schreiben - Wertungen sprachlich umsetzen

    oder

    Übliche Textbausteine im Arbeitszeugnis

    Wichtig: es gilt  immer der Gesamteindruck des Zeugnisses - nie die einzelne  Formulierung.

    Kein Leser eruiert separate  Ausdrücke - er forscht ggf. nur weiter nach, wenn der Gesamteindruck zu positiv  oder negativ erscheint

     

    USP Unternehmensberatung Kristin Gläser
    Kristin Gläser © 2014

Kontakt: usp@arbeitszeugnis-profi.de